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KI-Beratung & Strategie

Die meisten KI-Vorhaben scheitern nicht an der Technik, sondern an der Reihenfolge: Es wird ein Werkzeug gekauft, bevor der Anwendungsfall, die Datenlage und die Verantwortlichkeiten geklärt sind. Wir drehen das um.

Der teuerste Fehler ist der zu früh gekaufte Use Case

Ein typischer Ablauf sieht so aus: Die Geschäftsführung sieht eine Demo, das Budget wird freigegeben, ein Pilot startet — und nach vier Monaten stellt sich heraus, dass die Daten, auf denen das Ganze aufsetzen sollte, in drei Systemen mit widersprüchlichen Ständen liegen. Das Projekt wird nicht abgebrochen, sondern still verlängert. Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Die Ursache ist selten mangelnde Technikkompetenz. Sie liegt darin, dass die Machbarkeitsfrage erst gestellt wird, wenn schon Geld gebunden ist. Eine belastbare Erstanalyse kostet einen Bruchteil eines gescheiterten Piloten und beantwortet drei Fragen, bevor Budget fließt: Lohnt sich der Vorgang überhaupt, sind die Daten in einem Zustand, der das trägt, und gibt es jemanden, der die Entscheidung fachlich verantwortet.

Was eine Erstanalyse tatsächlich prüft

  • Der Vorgang selbst: Wie oft läuft er, wie lange dauert er heute, wer entscheidet am Ende — und woran würde man nach 90 Tagen erkennen, dass es besser geworden ist.
  • Die Datenlage: Wo liegt das nötige Wissen, wie aktuell ist es, wie viele Dubletten und Altstände gibt es. Eine Stichprobe von Hand sagt hier mehr als jede Systemdokumentation.
  • Rechte und Schutzklassen: Wer darf was sehen. Eine KI-Antwort darf nie mehr offenlegen, als der fragende Mensch im Quellsystem ohnehin sehen dürfte.
  • Verantwortung: Gibt es einen benannten fachlichen Owner mit Entscheidungsbefugnis und verfügbarer Zeit. Interesse allein trägt keinen Piloten.

Wenn eine dieser vier Fragen offen ist, ist das Ergebnis der Analyse nicht „welches Modell", sondern „diese Lücke zuerst".

Der EU AI Act ist seit August 2026 keine Zukunftsmusik mehr

Die Verordnung gilt gestaffelt. Seit dem 2. Februar 2025 sind verbotene Praktiken untersagt, und Unternehmen müssen für KI-Kompetenz bei den Menschen sorgen, die diese Systeme bedienen. Seit dem 2. August 2025 greifen die Regeln für Allzweck-KI-Modelle samt Governance- und Sanktionsrahmen. Seit dem 2. August 2026 gilt der Hauptteil der Verordnung; Artikel 6(1) mit den zugehörigen Pflichten folgt am 2. August 2027.

Für die meisten mittelständischen Anwender ist die entscheidende Frage nicht, ob sie ein Hochrisiko-System betreiben — das ist selten. Sie lautet: Können wir belegen, in welche Kategorie unser Einsatz fällt, und haben die Menschen, die damit arbeiten, die vorgeschriebene Kompetenz. Diese Einordnung gehört in die Erstanalyse und nicht in eine spätere Panikrunde.

Eine Roadmap, die nach 90 Tagen ein Ergebnis zeigt

Wir arbeiten in drei Blöcken zu je 30 Tagen. Im ersten wird entschieden und abgesichert: Scope, Baseline, Datenfreigabe, Architekturentscheidung. Im zweiten entsteht ein Ende-zu-Ende-Prototyp auf dem freigegebenen Datenbestand, der gegen ein vorher eingefrorenes Testset gemessen wird. Im dritten läuft der Pilot mit echten Nutzern, und am Ende steht eine Entscheidung: weitermachen, nachschärfen oder stoppen.

Der dritte Block ist der wichtigste, weil er das Stoppen ausdrücklich vorsieht. Ein Pilot, der nicht scheitern darf, ist kein Pilot, sondern eine teure Absichtserklärung.

Wie wir dabei unterstützen

  • Erstanalyse mit schriftlichem Befund: Use-Case-Bewertung, Datenstichprobe, Rechte- und Rollenbild, Einordnung nach EU AI Act.
  • KI-Roadmap über 30/60/90 Tage mit messbaren Abnahmekriterien statt Meilenstein-Prosa.
  • Laufende Begleitung während der Umsetzung — auch dann, wenn die Umsetzung bei euch im Haus oder bei einem Dritten liegt.
  • Zweitmeinung zu bestehenden Angeboten: Wir prüfen, ob ein vorliegendes Konzept trägt, bevor ihr unterschreibt.